Forschung

Web Literacy Lab

Beschreibung Web Literacy Lab

 

Überblick

Am Web Literacy Lab der FH JOANNEUM Graz beschäftigen wir uns mit (Online-)Kommunikation und deren Voraussetzungen. Wir erforschen (digitale) Kommunikationsprozesse und digitale Innovationen im Journalismus, in der PR sowie in Social Media und entwickeln prototypische Content-Strategien für Unternehmen und Organisationen. Darüber hinaus verfügen wir über Kompetenzen im Bereich der digitalen Methoden und Werkzeuge, die wir im Rahmen von Workshops, in wissenschaftlichen Beiträgen und in der Lehre vermitteln.

Für weitere Informationen siehe: fh-joanneum.at/labor/web-literacy-lab

GAPPP: Gamified Audiovisual Performance and Performance Practice

Projekt-Beschreibung GAPPP

FWF-PEEK-Projekt (2016-2018)

Projektleitung: Prof. Dr. Marko Ciciliani, IEM Kunstuniversität Graz

Projektmitarbeiterinnen: Prof. Dr. Barbara Lüneburg, Mag. Dr. Susanne Sackl-Sharif, Andreas Pirchner, BA MA

Computerspiele sind seit einigen Jahren auf der Forschungsagenda diverser Disziplinen und werden beispielweise aus medientheoretischer, psychologischer, soziologischer oder ökonomischer Perspektive erforscht. Die Musikwissenschaften stellen in diesem Zusammenhang insbesondere Fragen zu den Funktionen von Musik und Sounds in Computerspielen. So können Musik und Sounds – ähnlich wie in anderen audiovisuellen Medien – das Geschehen in Games erläutern und untermalen, Spannungsbögen verdeutlichen oder erzeugen, zusätzliche, visuell nicht erfassbare Informationen liefern oder zur Immersion der Spieler_innen beitragen. Im Unterschied zu Videoclips oder Filmmusik wird die klangliche Landschaft in Abenteuer- und Fantasyspielen allerdings teilweise auch von den Spieler_in­nen selbst mitgeformt bzw. erst hervorgebracht, je nachdem für welche Spielzüge sie sich entscheiden.

Diese Spielstrategien und Spieler_innen-Interaktionen sind der Ausgangspunkt für das FWF-PEEK-Projekt „GAPPP. Gamified Audiovisual Performance and Performance Practice“. Im Zentrum des Projekts steht die Frage, inwiefern die Logiken und Strategien von Computerspielen in audiovisuelle Kompositionen und Performances übertragen werden können. Einerseits sollen dadurch neue, künstlerische Potenziale entwickelt und erschlossen werden, andererseits wird untersucht wie diese Gamification audiovisueller Performances von einem Publikum wahrgenommen und verstanden wird.

Für weitere Informationen siehe: gappp.net

Politische Partizipation im Bezirk Voitsberg

Projekt-Beschreibung Partizipation

Spectro-Forschungsprojekt (2014-2015)

Projektleitung und Projektdurchführung: Mag. Dr. Susanne Sackl-Sharif

In diesem Forschungsprojekt wird der Frage nachgegangen, auf welche Art und Weise mittels Bürger_innenbeteiligungen in Form von Befragungen, Bürger_innenforen u.ä. bereits im Vorfeld von geplanten Reformen oder Sparmaßnahmen die Wünsche und Bedürfnisse der betreffenden Bürger_innen optimal in die Reformprozesse einbezogen werden könnten. Untersucht wird dieser Themenkomplex am Beispiel des Bezirks Voitsberg, in dem es in den letzten Jahren aus Protest gegen zwei Reformprozesse, die vom Land Steiermark initiiert wurden, zur Gründung von Bürger_inneninitiativen gekommen ist. Zum einen handelt es sich dabei um die Gemeindestrukturreform und die überparteiliche Bürger_innenplattform „KERNraumFUSION“, zum anderen um die steirische Landeskrankenhausreform und damit einhergehende Proteste gegen die Schließung der Geburtenstation des LKH Voitsberg.

Gearbeitet wird einerseits mit der Methode der qualitativen Inhaltsanalyse (Mayring 2008), um die Repräsentation der beiden Reformen in lokalen und regionalen Medien zu analysieren und damit die Rolle der Medienberichterstattung herauszuarbeiten. Zum anderen werden ca. 30 Expert_innen-Interviews mit Politiker_innen, Vertreter_innen von Bürger_inneninitiativen und Medienvertreter_innen geführt.

Susanne Sackl-Sharif (2016). Gemeindestruktur- und Landeskrankenhausreform. Eine vergleichende Analyse von Bürger_innenbeteiligungen im Bezirk Voitsberg. Online-Monographie. Wien: Spectro. Zur Publikation

Im Schatten der Fassaden. Leben zwischen Verbot und Widerstand

Projekt-Beschreibung Verbotsstadt

Buchprojekt gemeinsam mit Studierenden der Soziologie (Graz) (2013-2015)

Projektleitung: Mag. Dr. Gerlinde Malli & Mag. Dr. Susanne Sackl-Sharif

In Anlehnung an die Studie „Basel von unten“ (2010) wurde am Institut für Soziologie der Universität Graz im Rahmen einer mehrsemestrigen Lehrveranstaltung „Forschungswerkstatt: Städtische Zwischenräume“ gemeinsam mit zehn Studierenden zu dem Thema des öffentlichen Stadtraums geforscht. Ausgehend von den Debatten um Vorschriften und tatsächlich durchgesetzten Verordnungen (wie etwa die Straßenmusikverordnung, das Bettelverbot, et cetera) der letzten Jahre in der Stadt Graz, werden die Raumaneignungsmöglichkeiten unterschiedlicher Gruppen von Stadtbewohner_innen und deren Einschränkungen untersucht, da die Stadtraumqualität nicht nur von der Planung „von oben“, sondern vor allem von den Nutzungs- und Aneignungsformen der einzelnen Stadtbewohner_innen abhängig ist. Ebenso betrachtet werden die Prozesse der Eroberung und Neucodierung städtischen Raums durch dessen Nutzer_innen.

Neben Diskursanalysen zu den Themen Selbstpräsentation der Stadt Graz und ausgewählter alternativer Medien (Enterhaken, Radio Helsinki, Ausreißer, Megaphon) und deren Repräsentation in lokalen und nationalen Medien umfasst das Buch Interviews mit Vertreter_innen alternativer Medien, sowie Betroffenen der neuen Regelungen (Bettelverbotsdebatte, Straßenmusikverordnung) und der Sozialbudgetkürzungen. Darüber hinaus werden Personen portraitiert, die sich am Rande der Legalität an öffentlichen Plätzen in Graz aufhalten und/oder diese kunstvoll umgestalten.

Gerlinde Malli & Susanne Sackl-Sharif (Hg.) (2015). Im Schatten der Fassaden. Leben zwischen Verbot und Widerstand. Grazer Zwischenräume aus stadtsoziologischer Perspektive. Wien u.a.: Lit-Verlag.

Nach Bologna. Gender Studies in der unternehmerischen Hochschule

Projekt-Beschreibung Nach Bologna

FWF/DFG-Forschungsprojekt (2012-2014)

Projektleitung: Prof. Dr. Sabine Hark, TU Berlin & Prof. Dr. Angelika Wetterer, KFU Graz

Projektmitarbeiterinnen: Gerlinde Malli, Susanne Sackl-Sharif & Elisabeth Zehetner (Graz), Aline Oloff & Anja Rozwandowicz (Berlin)

Der gegenwärtige Umbau der Hochschulen zu „Entrepreneurial Universities“ zielt nicht nur auf eine grundlegende Restrukturierung der inneren Verfasstheit der Hochschulen und ihrer Außenbeziehungen, sondern auch auf Veränderungen des wissenschaftlichen Wissens und der Wissensproduktion. Das Projekt „Gender Studies in der unternehmerischen Hochschule“ stellt diese Ebene des Wissens ins Zentrum. Es konzentriert sich exemplarisch auf die neuen Gender-Studies-Studiengänge, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz seit 1997, also im Wesentlichen zeitgleich mit der ‚Bologna‘-Reform, eingerichtet wurden. Das Bologna-Projekt ist in den Forschungsverbund „Entrepreneurial University und GenderChange: Arbeit – Organisation – Wissen“ eingebunden.

Gerlinde Malli, Susanne Sackl-Sharif & Elisabeth Zehetner (2015). Nach Bologna. Gender Studies in der unternehmerischen Hochschule. Eine Untersuchung in Österreich und der Schweiz. Online-Monographie. Universität Graz: UniPub. Zur Publikation

Gender – Metal – Videoclips. Eine qualitative Rezeptionsstudie

Kurzbeschreibung Dissertation

Dissertation (Abschluss: 2014)

Was verstehen Metalfans eigentlich unter Metal? Wie grenzt sich diese Musikrichtung gegen andere ab? Welche Rolle spielen Genderaspekte dabei, und wie werden sie visuell repräsentiert? Auf der Basis des Feldkonzepts von Pierre Bourdieu wird Metal als globales und lokales Phänomen am Beispiel des Raumes Graz beschrieben. Genderaspekte im Metal werden theoretisch anhand konstruktivistischer Geschlechterkonzepte verortet und die Repräsentation von Genderaspekten in Metal-Videoclips in qualitativen Interviews mit 20 Akteur_innen diskutiert.

Susanne Sackl-Sharif (2015). Gender – Metal – Videoclips. Eine qualitative Rezeptionsstudie. Opladen/Berlin/Toronto: Budrich UniPress Ltd.